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Lokaler Experten-Rat zur Heiztechnik
Die Talkrunde „UESSEM PERSÖNLICH“ im Restaurant La Rotonda hat sich inzwischen fest etabliert. Aus Politik, Kultur oder Medizin folgten Uedesheimer Persönlichkeiten bisher unserer Einladung, diesmal kamen sie aus dem lokalen Gewerbe. Auf den Talkstühlen saßen zwei bekannte Handwerksmeister und Experten in Energie- und Heizungsthemen: Der Schornsteinfegermeister und Gebäudeenergieberater Ralf Boje und der Sanitär- & Heizungsbau-Meister MarcSchlosser. Im Mittelpunkt des Abends stand das umstrittene Gebäude-Modernisierungsgesetz, denn die beiden Experten hatten so manchen guten Rat im Gepäck, wie Hauseigentümer künftig bei der Wahl einer neuen Heiztechnik verfahren sollten. Und wie stabile Förderinstrumente aussehen sollten, damit Verbraucher sich mit möglichen Heizungsinvestitionen befassen. Dabei sei der Trend zum Einbau einer Wärmepumpe, die aktuell massiv gefördert werde, richtig und sinnvoll, betonte Marc Schlosser. Dafür müsse aber auch der nötige Platz im Haus vorhanden sein. Für die genaue Berechnung der Leistungsfähigkeit verfügen unabhängige Energieberater wie Ralf Boje über das nötige Know How. Sie ist gerade bei der Auswahl einer passenden Wärmepumpe ein wichtiges Kriterium. „Aktuell ist zwar noch unklar, wie das Gesetz die parlamentarische Beschlussfassung durchläuft, aber seine Folgen stoßen schon jetzt auf breites Interesse und werfen viele Fragen auf“, sagte Rotger Kindermann, der Vorsitzende des Heimatvereins, und entsprechend lebhaft war auch der Informationsbedarf unter den Teilnehmern. Insgesamt war es ein Abend mit hohem Nutzwert, bei dem nicht nur die Talkgäste persönlich, sondern auch wichtige Wirtschaftlichkeitsfragen im Mittelpunkt standen. Die nächste Talkrunde findet am 7. Oktober statt, dann mit dem bekannten „Heimatfotografen“ Dietmar Steinhaus, der u.a. über seine individuelle „Motivwahl“ berichtet und seine schönsten Fotos zeigt.

Von links: Marc Schlosser und Ralf Boje. Foto: M. Kindermann
Kreis-Heimattreff:
Lehrstunde zur Geschichte Uedesheims
(RK) Eine „geballte Uedesheimer Manpower“ konnte Beate Pricking, die Präsidentin der Kreisheimatbundes beim 4. Heimattreff auf dem Reiterhof Altwahlscheid präsentieren, denn jeder der eingeladenen Referenten lebt oder arbeitet im südlichsten Neusser Stadtteil. Ortsgeschichte und Heimatförderung waren dabei die zentralen Themen. Till Lodemann, Leiter der Bodendenkmalpflege, führte seine Zuhörer auf die Spuren der Römer, die u.a. bei aktuellen Ausgrabungen im Neusser Süden (Gnadenthal und Rheinbogen) gefunden wurden. Der bekannte Uedesheimer Historiker Prof. Jürgen Brautmeier spannte den Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung des Gutes Walescheid bis zur Eingemeindung von Uedesheim im Jahr 1929. Im Anschluss führte Dennis Tolles, Inhaber des Reiterhofes, die über 30 Teilnehmer durch die historische Anlage, die seit dem 12. Jahrhundert besteht und der der Ortsteil Uedesheim „seine Existenz verdankt“. (Himmes/Nix: Landwirtschaft in Neuss-Uedesheim, 2016) Zum Abschluss erläuterte der „Neu-Uedesheimer“ Fabian Götz, Pressesprecher des NRW-Heimatministeriums, die Förderinstrumente seines Hauses, die die örtlichen Heimatvereine finanziell bei ihrer Arbeit unterstützen. Diese „großartigen ehrenamtlichen Initiativen“ würdigte Landrätin Katharina Reinhold in ihrem Grußwort und betonte, wie „schön sie sich in Uedesheim beheimatet“ fühle.
Fotos: R. Kindermann und U. Ritterstaedt
Noch nie waren so viele helfende Hände beim zweitägigen R(h)einemachtag dabei wie in diesem Jahr. Ein starkes Signal für mehr Sauberkeit und Ordnung:
Rekord: Über 240 Teilnehmende beim
„R(h)einemachtag“ in Uedesheim
Seit 2011 organisiert Stefan Crefeld die beliebte Umweltaktion in Uedesheim. Zunächst für die CDU und danach für den örtlichen Heimatverein, aber so viele Teilnehmende hatte der Stadtverordnete bislang noch nicht begrüßen können. Wie im letzten Jahr fiel der Startschuss bereits am Freitag, damit auch die St.-Martinus-Schule wieder teilnehmen konnte. Ausgestattet von der AWL mit Handschuhen, Greifzangen und Mülltüten säuberten alle Klassen der Grundschule mit einigen Erwachsenen insbesondere die öffentlichen Spielflächen im Ort, sowie die Wege dorthin. Zum Abschluss wurden die prall gefüllten Müllsäcke sowie auch größere Schrottteile im Schulhof gestapelt und das Resultat besprochen. Für die Kinder war schnell klar, dass dieser Müll nicht auf Wege oder in die Natur gehörte. „Eine wichtige Botschaft der Aktion“ betonte Crefeld, der die Kinder auch als Vorbilder für viele Erwachsene sah, die das leider öfters vergessen würden. Er bedankte sich ebenso für die tolle Unterstützung durch die Schulleiterin Anika Seipelt und durch die AWL.

Am Folgetag konnten der Ratsherr sowie der Vorsitzende des Heimatvereins Rotger Kindermann weitere zahlreiche Freiwillige jeden Alters begrüßen. Unter ihnen Katharina Reinhold, die trotz gut gefüllten Terminkalenders als neue Landrätin erneut die Aktion in ihrem Wohnort unterstützte. Tatkräftig war auch wieder eine größere Gruppe der Neusser DLRG dabei, die von Frank Reuter und Volker Göbel angeführt wurde. Die Wasserrettung ist Uedesheim sehr verbunden und hat ihre Wache direkt an der Fähranlegestelle. Im Mittelpunkt des zweiten Tages standen neben den öffentlichen Grünanlagen und dem Rheinufer besonders die Bereiche, die dem Organisator zuvor von Bürgern mitgeteilt wurden. „Wir sind jedem Hinweis nachgegangen und haben alle angezeigten Stellen gesäubert“ bestätigte Crefeld. Erstmalig wurde dabei auch das Neubaugebiet Kreuzfeld mitbegangen. Bis zum Mittag wurden viele große Säcke mit achtlos weggeworfenem Müll gefüllt. Leider mussten neben dem klassischen „Wegwerfmüll“ auch wieder Sperrgut und Autoreifen aufgesammelt werden.

Zum Ende war der Traktor-Anhänger von Benjamin Arends voll und Uedesheim sauberer. Die zufriedenen Teilnehmenden waren zahlreiche Kilometer abgelaufen und freuten sich nun auf den gemütlichen Ausklang. „Mit über 240 Unterstützern kann sich der traditionelle R(h)einemachtag auch gut über die Dorfgrenzen sehen lassen“ ehrte der Initiator Stefan Crefeld die Unterstützung und bedankte sich für den großartigen Einsatz. Dass das Gemeinschaftsprojekt auch richtig Spaß gemacht hatte, zeigten die positiven Rückmeldungen. Viele Bürger, Vereine und auch die Schule wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn es heißt: Ärmel hoch und Handschuhe an – für mehr Sauberkeit im Ort.
Besuch bei FIEGE:
Heimatverein bietet Blick in die Logistikbranche
(rk) Die meisten Uedesheimerinnen und Uedesheimer fahren häufig durch das benachbarte Gewerbegebiet westlich der B 9, auf dem Weg zur Arbeit oder zur S-Bahnstation oder in andere Neusser Stadteile. Was aber verbirgt sich hinter den Zäunen und Fassaden, wer arbeitet dort für wen? Eine Betriebsbesichtigung, wie sie der Heimatverein Schönes Uedesheim jährlich seinen Mitgliedern anbietet, informiert über die Firmen, die dort ansässig sind und unsere Wirtschaft am Laufen halten. Dazu zählt in jedem Fall das Logistik-Unternehmen FIEGE in der Sudermannstraße. Etwa 130 Mitarbeiter organisieren dort die Verpackung und den Versand in der Hauptsache von Küchen- und Haushaltsgeräten namhafter deutscher Hersteller.

Die Mitglieder des Heimatvereins beim Logistik-Unternehmen FIEGE. Foto: Volker Göbel
Was 1873 als kleines Fuhrunternehmen von Joseph Fiege gegründet wurde, ist heute ein internationaler Logistiker mit weltweit 136 Standorten und 22 000 Mitarbeitern. Projektassistentin Lisa Schneider und Teamleiter Produktionssteuerung Sven Schneider informierten die Mitglieder des Heimatvereins detailliert und führten sie durch die fast 14 Meter hohen Lagerhallen. Täglich werden dort ca. 40 LKW-Ladungen umgeschlagen. Beim Rundgang erklärten sie den beeindruckten Besuchern, wo Automatisierung und digitale Systeme Sinn machen und wo „Handarbeit“ kaum zu ersetzen ist. Seit Jahren seien strategische Logistik-Dienstleister auf dem Vormarsch, weil sie neue Vertriebskanäle öffneten und die Kundenbelieferung optimieren. Fiege ist seit 2008 im Uedesheimer Gewerbegebiet ansässig. Im vergangenen Jahr hatte der Heimatverein die Kräuterfarm Herrmann besucht.
Ein Herz für Neuss-Uedesheim auf der Landesgartenschau

Mit viel Kreativität, Gemeinschaftssinn und Engagement hat der Stadtteil Neuss-Uedesheim ein ganz besonderes Symbol geschaffen: ein großes, bunt gestaltetes Stadtteilherz, das in der vergangenen Woche auf der Landesgartenschau zusammen mit 16 weiteren Stadtteilherzen präsentiert wurde.
Organisiert wurde die Aktion für Uedesheim durch den Schönes Uedesheim – Heimatverein.

Bild 1: Die Organisatoren aus Uedesheim, das Ehepaar Göbel und der Bürgermeister Reiner Breuer. Foto: Dietmar Steinhaus
An der Gestaltung dieses Herzens waren zahlreiche lokale Akteure beteiligt. Die Kinder des evangelischen und des katholischen Kindergartens brachten mit Farben und fantasievollen Motiven ihre ganz eigene Sicht auf ihren Stadtteil ein. Auch die Grundschule St. Martinus leistete einen wichtigen Beitrag: Mit viel Begeisterung gestalteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Elemente, die das Herz zu einem lebendigen Ausdruck der Gemeinschaft machen.

Bild 2: Die von den Kindern gestalteter Herzseite. Foto: Volker Göbel
Eine besondere Rolle spielte der Graffiti-Künstler Oldhaus. In seinem markanten Stil griff er zentrale Wahrzeichen des Stadtteils auf und integrierte sie in ein eindrucksvolles Gesamtbild: die beiden Kirchtürme, den römischen Wachtturm, die Fleher Brücke sowie den Rhein selbst. So entstand ein Kunstwerk, das die Identität von Neuss-Uedesheim auf einzigartige Weise widerspiegelt.
Auch bei der Aufstellung des Stadtteilherzens zeigte sich der starke Zusammenhalt im Ort: Rund 40 Kinder und Erwachsene aus Uedesheim nahmen gemeinsam an der Aktion auf der Landesgartenschau teil und trugen dazu bei, das Kunstwerk vor Ort zu präsentieren.Das Stadtteilherz steht nun als Symbol für Zusammenhalt, Vielfalt und die kreative Energie von Neues-Uedesheim – und zieht auf der Landesgartenschau für die nächsten 3 Wochen ganz bestimmt viele bewundernde Blicke auf sich!
Besichtigung bei FIEGE
der Heimatverein besichtigt am Donnerstag, den 7. Mai 2026 die Spedition FIEGE, Am Blankenwasser 22. Treffen ist um 10:30 Uhr am Eingang.
Die Spedition Fiege ist international eine der ganz Großen mit allein in Deutschland 71 Niederlassungen und der Zentrale in Greven. Insgesamt arbeiten weltweit 22.000 Mitarbeiter für FIEGE.
Da ist es sicherlich interessant, wie ein derartiger Konzern aufgebaut ist und die logistischen Herausforderungen unserer Zeit meistert.
Eine Anmeldung ist erwünscht an: mail@heimatverein-uedesheim.de . Sie dürfen jedoch auch spontan ohne Anmeldung dazustoßen!
16. R(h)einemachtag 2026
Traditionsgemäß veranstaltet der Heimatverein in Verbindung mit unserem Stadtverordneten Stefan Crefeld, den Schulkindern unserer St. Martinus-Grundschule und einer Gruppe der DLRG den diesjährigen R(h)einemachtag am Samstag, den 9. Mai 2026 ab 09:30 Uhr. Treffen ist wie immer am Dorfbrunnen. Alle Uedesheimerinnen und Uedesheimer sind zum Mitmachen herzlich eingeladen!

Neue Kita für Uedesheim
Das Richtfest für die neue Kita im Neubaugebiet Kreuzfeld wurde gefeiert. Der Start in dem neuen Gebäude ist für den Dezember 2026 vorgesehen. Siehe hierzu den _Artikel in der NGZ: https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-richtfest-fuer-kita-am-kreuzfeld-in-uedesheim-gefeiert_aid-144823153
4. Uessemer Talk
Am Dienstag, dem 31. März 2025 findet der4 Uessemer Talk im Restaurant La Rotonda, Am Fuchsberg 2b ab 18:00 Uhr statt.
Diesmal werden das Ehepaar Körner-Göbel interviewt, welches seit Jahren die Aktion Uedesheim rettet Leben organisiert und betreibt. Sie veranstalten regelmäßig Kurse, was bei Herz-Kreislaufstillstand sofort zu machen ist. Außerdem haben sie die Anschaffung des Defibrillators im Sparkassenhäuschen veranlasst.
Da beide beruflich im Rettungswesen beschäftigt waren, können sie aus einem reichhaltigen Schatz an Begebenheiten erzählen. Der Eintritt ist frei und für jeden, auch Nichtmitglieder, offen!
Näheres zur Aktion „Uedesheim Rettet Leben“: https://www.uedesheim-rettet-leben.de/
Uedesheimer „Baum-Glühen“ mit dreifacher Premiere
(RK) Das diesjährige Aufstellen eines Weihnachtsbaumes auf dem Uedesheimer Dorfplatz war mit gleich drei Premieren verbunden. Premiere eins: Erstmalig wurde der Baum von der Freiwilligen Feuerwehr in einer speziellen Bodenhülse errichtet, für deren Einbau der Heimatverein Schönes Uedesheim sich lange eingesetzt hatte.

Premiere zwei: Vor Beginn des Baumschmückens durch die Schulkinder wurde eine Traktoren-Parade veranstaltet, 15 knatternde Landmaschinen – darunter zum Teil echte Oldtimer – zuckelten gemächlich über die Rheinfährstraße. Alle Gefährte waren mit Lichterketten aufwendig dekoriert. Diese besondere Attraktion fand begeisterten Anklang unter den zahlreichen Zuschauern und sorgte für reichlich Gesprächsstoff bei Glühwein und Grillwürstchen. Sie staunten, wieviel funktionstüchtige Ackerschlepper sich noch in Uedesheimer Garagen befinden.
Premiere drei: Politische Prominenz hatte sich unauffällig unter die Gästeschar gemischt. Mit der in Uedesheim wohnhaften Ex-Mediatorin Katharina Reinhold samt Familie war erstmals die frisch gewählte Landrätin beim „Baum-Glühen“ mit von der Partie. Besonders angetan war sie von den moderaten Preisen, die der Heimatverein aufgerufen hatte: „Ein Glühwein für nur 2.50 Euro, da zahlt man auf Weihnachtsmärkten schon mal mehr als das Doppelte.“ Mag sein, das auch deswegen viele Besucher länger ausharrten.

Von links: Rotger Kindermann, Vorsitzender Heimatverein; Anika Seipelt, Leiterin Grundschule; Katharina Rheinhold, Landrätin; Stefan Crefeld, Vorsitzender Bezirksausschuss, Dominik Rottmann stellv. Vorsitzender Heimatverein. Foto: Bernhard Steinhaus
Bürgerversammlung in Uedesheim
Am Montag, den 1. Dezember 2025, um 18:30 Uhr im Feuerwehrhaus Uedesheim, Macherscheider Straße. Die Information der Stadt finden Sie hier:
https://www.neuss.de/presse/meldungen/2025/11/26/buergerversammlung-in-uedesheim
Uessemer Kalender 2026 erschienen!

Unglaublich, aber wahr:
Die Weihnachtsbaumhülse ist eingebaut!
Jetzt kann die Adventszeit kommen: Der Weihnachtsbaum des Jahres 2025 kann in die Bodenhülse gesteckt werden, sodass der bisher notwendige hässliche Betonklotz entfällt.
Das „Weihnachtsbaum-Glühen“ mit der Schmückaktion und diesmal einem vorangehenden Lichterkorso mit Traktoren ist für den Samstag, den 29. November vorgesehen. Hierzu wird noch gesondert eingeladen.


im Bau und…
…fertig eingebaut
Im Kräutergarten der Superlative

Foto: Volker Göbel
Jedes Jahr lädt der Heimatverein Schönes Uedesheim seine Mitglieder zu einer Betriebsbesichtigung ein. Das Aluminium-Walzwerk Speira war 2024 das Ziel; dieses Jahr wurde der Landwirtschaftsbetrieb Herrmann-Kräuter besucht. Seit 1946 ist dieser innovative Familienbetrieb im Neusser Süden ansässig, wird heute in 4. Generation geführt und ist ständig gewachsen. 28 verschiedene Kräuter, von Bärlauch bis Zitronenmelisse, werden hier produziert, in Kartonschalen, sog. Flowpacks oder als Bund-Ware abgepackt, danach an Groß- und Einzelhandel oder Gastronomie versendet. Allein 12 eigene LKWs und zahlreiche externe Logistiker sind für Herrmann-Kräuter europaweit unterwegs. Der Anbau erfolgt nicht nur auf 1.300 ha Freilandfläche im Neusser Rheinbogen, sondern auch in Partnerbetrieben u.a. in Italien, Spanien oder Kenia. Die Vereinsmitglieder erhielten bei dem Rundgang einen praxisnahen und unmittelbaren Einblick in die Produktion, die trotz Maschineneinsatz viel Handarbeit benötigt. Gepackt wird je nach Kundenanforderung an den 30 Packlinien auf zwei Etagen, wie Corinna Cantzler, zuständig für die Warenwirtschaft, betonte. Zum Abschluss der Führung gab es noch eine „spezielle Verkostung“. Die Teilnehmer ließen sich aromatische „Microgreens“ auf der Zunge zergehen. Dabei handelt es sich um junge, zarte Pflänzchen mit einer hohen Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen. Im effizienten Indoor-Farming-Verfahren sind sie ganzjährig verfügbar. „Superfood aus Neuss“ nennt Herrmann sein neuestes Produkt. „Kräuter sind die kleinen Helden der Küche“, lautet eine Gourmet-Weisheit. Von der Vielseitigkeit dieser „Helden“ konnten sich die Besucher aus dem benachbarten Uedesheim überzeugen.
Ein Dorf räumt auf – Erfolgreicher R(h)einemachtag Uedesheim
Beim traditionellen R(h)einemachtag in Uedesheim räumten rund 200 fleißige Helfer ihr Dorf auf. Damit auch die Schule dabei sei konnte, war die beliebte Aktion wieder auf zwei Tage aufgeteilt.
Vorgezogen ging es bereits am Freitag mit dem starken Einsatz der gesamten St.-Martinus-Schule los. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und großen Mülltüten (von der AWL gestellt) säuberten die Klassen der Grundschule mit den begleitenden Lehrpersonen und Elternteilen insbesondere die öffentlichen Spielflächen im Ort, sowie die Wege dorthin. Organisiert wurde der R(h)einemachtag des örtlichen Heimatvereins auch in diesem Jahr durch Stefan Crefeld. Eine Aufgabe, die der Stadtverordnete gerne wieder übernahm, da er vor 15 Jahren die Umweltaktion mit der CDU initiierte. Zum Abschluss wurden die gefüllten Müllsäcke und das Sperrgut im Schulhof gestapelt. Der Ratsherr lobte die Kinder als Vorbilder und bedankte sich für die starke Unterstützung durch die Schulleitung. Wichtig sei die klare Botschaft der gemeinsamen Aktion: „Abfall gehört immer in die Tonne, nie auf den Boden – und jeder ist für seinen Müll verantwortlich“. So landeten die Verpackungen der anschließenden Eis-Belohnungen auch mustergültig im Mülleimer.
Am frühen Samstag ging es mit vielen Freiwilligen jedes Alters tatkräftig weiter. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Rotger Kindermann, freute sich Crefeld wieder viele bekannte Gesichter, aber auch einige erstmalige Teilnehmer begrüßen zu können. Die größte Vereinsgruppe stellte erneut die von Lutz Seebert und Frank Reuter angeführte DLRG-Gruppe, die auch eine Wache in Uedesheim am Rhein betreibt. Mit dabei war auch der Uedesheimer Schützenkönig Georg Melchers.

Motiviert schwärmten die gut ausgerüsteten Helfer in kleineren Gruppen aus, um möglichst viele Ortsecken begehen zu können. Besonders standen dabei die öffentlichen Grünanlagen und das Rheinufer im Schwerpunkt. Neben dem achtlos entsorgten Restmüll wurden auch wieder Sperrgut sowie einige Kuriositäten gefunden. Besonders ärgerlich war die Vermüllung des Rheinufers. Offensichtlich hatte das schöne Wetter in den letzten Tagen wieder viele Besucher angelockt, die ihren Abfall oftmals an Ort und Stelle „vergessen“ hatten, wie etwa Einmal-Grills, Verpackungen und massenhaft Scherben sowie ein riesiges Packet mit rohem Hühnerfleisch. Deutlich sichtbar waren auch die zahlreich gebauten Feuerstellen, in denen teilweise noch die Glut dampfte. Dreist wurden hierfür ganze Bäume abgesägt und verfeuert. „Das überschreitet klar Grenzen“, betont Crefeld, der eine regelmäßigere Kontrolle fordert „Verstöße müssen direkt vor Ort geahndet werden, das wird verstanden.“
Gegen Mittag endete der R(h)einemachtag mit einem gemütlichen Beisammensein. Die zufriedenen Teilnehmer hatten wieder zahlreiche Kilometer gesäubert und viele Müllsäcke prall gefüllt, die anschließend durch Benni Arends mit dem Traktor abtransportiert wurden.
Das Jahrbuch 2025 des Rhein-Kreises Neuss kostet 12 Euro und ist im Handel oder beim Kreisheimatbund (www.kreisheimatbund-neuss.de) erhältlich.
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