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Bunker Uedesheim

Zeitzeugin erinnert an angstvolle Nächte im Bunker

„Hier saß ich mit meinen Eltern – eng zusammen gekauert und voller Angst. Jeder presste seinen Rucksack mit unentbehrlichem Hab und Gut zwischen den Knien und wir beteten, dass die Bomber vorbeifliegen, ohne Uedesheimer Häuser zu treffen.“ So schildert Sibylla Spehl, geb. Nix, die Nächte, die sie als kleines Kind im Luftschutzraum an der Fuggerstraße/Ecke B9 zubrachte. Sie war zusammen mit ihrem Bruder Hubert Nix eine beeindruckende Zeitzeugin, die gemeinsam mit dem Vorstand des Uedesheimer Heimatvereins den Luftschutzbunker aus dem 2.Weltkrieg besichtigte. Beim Blick hinter die dicken Betonmauern erklärte Stefan Rosellen, stv. Vorsitzender vom Verein “Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss“, die Entstehung dieses Bollwerks, das im Sommer 1943 von Organisation Todt, der paramilitärischen Bautruppe im Nazi-Deutschland, errichtet wurde. In den beiden – auch heute noch gut erhaltenen – Räumen des Bunkers, vier Meter unter der Erde, konnten bis zu 50 Personen Schutz suchen. Eine Zahl, die Sibylla Spehl anzweifelt. „Nach meiner Erinnerung waren das wesentlich mehr Menschen, die dicht gedrängt auf den schmalen Holzbänken saßen“, behauptet sie und zeigt einige Fotos vom Bau der Anlage, die sie aufgehoben hat. Ihrer Familie gehörte bis 1979 das Grundstück (samt Bauernhof), auf dem der Bunker seinerzeit erbaut wurde. Dass er auch später noch genutzt wurde, bezeugt Bruder Hubert Nix, der hier 1964 bei seiner eigenen „unterirdischen Abitursfeier“ mit 18 Schulkameraden tüchtig auf die Pauke haute. Rotger Kindermann, der Vorsitzende des Heimatvereins, meinte zum Abschluss: „Die Wände des Uedesheimer Bunkers können sicher viele Geschichten erzählen, die allermeisten davon sind beklemmend und schlimm. So bleiben diese Bunker historische Mahnmale, um deren Erhalt sich der Luftschutzanlagen-Verein verdienstvoll kümmert“. Allein in Uedesheim existieren noch vier weitere Weltkriegsbunker. Wenn die Pandemie- Bestimmungen es erlauben, soll im Sommer eine Bunkerführung für alle Mitglieder des Heimatvereins angeboten werden. RHK

Sie blickten zurück in lebensbedrohliche Zeiten: v.l. der Uedesheimer Stadtverordnete Stefan Crefeld, Zeitzeugin Sibylla Spehl, Paul-Heinz Kramp und Rotger Kindermann vom Heimatverein, Stefan Rosellen, stv, Vorsitzender des Luftschutzanlagen-Vereins vor dem Bunkereingang an der Fuggerstrasse.


Neues Buch über das Fährunglück 1947 erschienen – Der Autor stellt das Buch vor:

Lebhaftes Interesse am Uedesheimer Familienroman

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Buch zum Fährunglück

Passend zum Buchtitel „Wenn das Eis taut“ herrschten in der Reithalle von Gut Altwahlscheid schon herbstlich-frische Temperaturen.  Trotzdem harrten über 60 Teilnehmer fast zwei Stunden aus, um der Autorenlesung von Klaus Rodewig zu lauschen und ihn über die Vor- und Nachgeschichte des tödlichen Fährunglücks vom März 1947 – bzw. die familiären Konsequenzen – zu befragen. Der Heimatverein Schönes Uedesheim hatte dazu eingeladen, weil sein Vorstandsmitglied Paul-Heinz Kramp sich seit vielen Jahren mit der historischen Aufarbeitung dieser lokalen Tragödie beschäftigt.

Geschickt gewählt waren die vorgetragenen Kapitel, die einen Einblick in die schwierigen Nachkriegs-Bedingungen eines Bauernhaushaltes vermittelten. Die erzkonservativen Denkmuster, die Debatten – ausgelöst durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher sozialer Milieus in einer Familie, die internen Schuldzuweisungen und Verdrängungsprozesse, all das ließ der Autor aufblitzen und machte seine Zuhörer neugierig. Paul-Heinz Kramp, der mit kurzweiliger Moderation durch den Leseabend führte, entlockte dem Autor so manches Detail aus einer spannungsreichen Familiengeschichte, z. B. über die dominierende Rolle der beiden älteren Schwestern des Fährmanns. Rodewig betonte dazu: „Dies ist ein zeitgeschichtlicher Familienroman. Nicht alles Erzählte ist so passiert. Die Fakten sind jedoch Dokumenten aus Familienbesitz oder aus öffentlichen Archiven entnommen.“

Der Autor Klaus Rodewig (rechts) erzählte auf dem Leseabend auch Anekdoten aus seiner Neusser Jugendzeit. Links von ihm: Paul-Heinz Kramp und Rotger Kindermann vom Vorstand des Uedesheimer Heimatvereins.
Foto: Ursula Kramp

Das große Interesse an dem Romanthema beweist, dass das Fährunglück auch über 70 Jahre später in den Köpfen vieler Uedesheimer präsent ist. Einige ältere Teilnehmer bereicherten den Leseabend durch eigene Erzählungen über den Fährbetrieb, der erst mit dem Bau der Fleher Brücke eingestellt wurde. Eine Bronzetafel zur Erinnerung an den Untergang der Fähre ließ der Heimatverein Schönes Uedesheim am Deichtor anbringen, um auch das Gedenken an die Opfer wachzuhalten.  Ein weiterer Leseabend findet in Grimlinghausen statt, dort, wo der Autor aufgewachsen ist. Termin: 30. Oktober, 18:30 Uhr im Klubhaus des Neusser Rudervereins. Der Roman „Wenn das Eis taut“ ist im Buchhandel erhältlich, Preis 14,80 Euro. (Rotger Kindermann)


Hafenrundfahrt

Am Freitag, dem 28.8.20 hat unser 2. Vorsitzende, Dominik Rottmann, für den Verein eine kostenlose Rundfahrt durch den Neusser und teilweise auch den Düsseldorfer Hafen mit dem allseits bekannten Uedesheimer Fährschiff Maria-Franziska organisiert. Rund 25 Personen nahmen teil und sahen die Häfen aus einer ungewohnten Perspektive, vom Wasser her.

Der Leiter Unternehmenskommunikation der Neuss-Düsseldorfer Häfen, Thomas Düttchen, erklärte kompetent und unterhaltsam die Entstehungsgeschichte der Häfen und ihren Zusammenschluss. In der Rhein Cargo sind die Häfen Neuss, Düsseldorf sowie teilweise Köln und Krefeld beteiligt und bilden die zweitgrößte Binnenhafengesellschaft Deutschlands. Neuss ist der drittgrößte Binnenhafen am Rhein. Die Häfen verfügen u.a. auch über eine eigene Bahngesellschaft, die nicht nur die eigenen Gleise bedient, sondern auch deutschlandweit fährt. Hauptbetätigungsfeld ist natürlich der Hafenumschlag. In Neuss werden hauptsächlich Ölsaaten und Fette, sowie Container, Baustoffe und Kraftfahrzeuge gelagert und umgeschlagen.

Zum Schluss, als krönender Abschluss, fuhren wir noch bei schönstem Sonnenschein auf dem Rhein an der Düsseldorfer Altstadt vorbei.


Neue Busverbindung nach Düsseldorf

Lange haben wir darauf gewartet: Jetzt ist sie da: die neue Schnellbuslinie SB53 nach Düsseldorf über die Fleher Brücke, durch das Universitätsgelände zum Südpark mit Anschluss an die U-Bahnlinien U73 und U79 in die Düsseldorfer Innenstadt!

Der Bus startet montags bis freitags um 06:33 Uhr, dann zwischen 07 Uhr und 09 Uhr halbstündig ( 03 und 33 Minuten), zwischen 10 Uhr und 14 Uhr nur bei 03 Minuten und ab 15 Uhr bis 19 Uhr wieder alle 03 und 33 Minuten. 19:33 Uhr geht die letzte Fahrt nach Düsseldorf.

Der erste Schnellbus nach Düsseldorf (12.8.2020 um 06:33 Uhr)

Benutzen Sie diesen Bus so oft wie möglich, damit er uns erhalten bleibt!

Die Verbindung einschließlich Umstieg bis Düsseldorf-Hauptbahnhof oder Heinrich-Heine-Allee kostet für die Einzelfahrt von Erwachsenen € 2,90, über Neuss-Hauptbahnhof kostet dieselbe Fahrt € 6,00!


Exkursions- Wanderung

Am Samstag, dem 1. August 2020 trafen sich 15 Hitzefeste, um den Uedesheimer Rheinbogen zu erkunden. Dank fachkundiger Führung durch Dominik Rottmann und Paul-Heinz Kramp erfuhren die Teilnehmer etliches über den Deich, die Alte Batterie und vieles mehr.

vor der schweißtreibenden Wanderung…

Der Weg führte durch das Naturschutzgebiet entlang des alten Treidelpfades bis kurz vor die Fleher Brücke. Dort ließ jemand eine Drohne kreisen, die ein Luftbild unserer Wandergruppe aufnahm.

Unsere Wandergruppe mit Corona-Abstand von oben

Jubiläums-R(h)einemachtag unter Corona-Bedingungen

Bereits zum 10. Mal unterstützten zahlreiche Freiwillige den R(h)einemachtag in Uedesheim. Trotz der Corona-Auflagen war die beliebte Aktion auch im Jubiläumsjahr ein voller Erfolg.

„Die Sauberkeit fängt vor der Haustüre an“ mit diesem Motto begrüßte Rotger Kindermann die freiwilligen Helfer zum diesjährigen R(h)einemachtag. Der Vorsitzende des örtlichen Verschönerungs- und Heimatvereins freute sich, dass der im April aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallene Tag nun doch noch kurzfristig durchgeführt werden. Ausdrücklich bedankte er sich bei Stefan Crefeld, der die traditionelle Aktion nicht nur vor 10 Jahren ins Leben gerufen, sondern seitdem auch alle Veranstaltungen organisiert hatte.

Unter der Beachtung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln fiel auch im Jubiläumsjahr der „Startschuss“ wieder frühmorgens am zentral gelegenen Steinbrunnen. Trotz der kurzfristigen Einladung und dem Beginn der Sommerferien rüsteten sich über 40 Helfer mit den von der AWL gestellten Handschuhen, Zangen und großen Müllsäcken aus und befreiten viele Ortsecken sowie das Rheinufer tatkräftig vom Müll. Mit dabei waren auch wieder der evangelische Pfarrer Jens Bielinski-Gärtner und eine von Lutz Seebert und Frank Reuter geführte Gruppe der Neusser DLRG, die in Uedesheim eine Wache direkt am Rhein betreiben.

vor und nach dem Aufräumen

Bis zum Mittag konnten so wieder etliche Müllsäcke prall gefüllt werden. Unter Kopfschütteln wurde dabei nicht nur der klassische „Wegwerfmüll“ und einiges an Sperrgut aufgesammelt, sondern zusätzlich auch zahlreiche Mund-Nase-Schutz-Masken und Einmalhandschuhe. Die so „gefundenen“ Müllberge wurden danach von Wilhelm Arends mit dem Traktor eingesammelt.

„Das Gemeinschaftsprojekt hat sich richtig gut angefühlt“ betonte Stefan Crefeld zum Ende des R(h)einemachtages und bedankte sich bei den Helfern für den vorbildlichen Einsatz. „Neben dem vereinten Zeichen für mehr Sauberkeit im Ort war es auch ein erfreulicher Schritt in eine neue Normalität in der Corona-Zeit“. Weniger schön fand der Ratsherr, dass etliche öffentliche Grünanlagen in einem schlechten Pflegezustand waren und bei der Säuberung auch einige Hundehaufen an Orten gefunden wurden, wo sie definitiv nicht hingehörten. Neben dem Aufruf an die Stadt nutzte er die Gelegenheit und appellierte an alle Hundehalter verstärkt darauf zu achten und den Kot zu entsorgen.

Corona bedingt gab es im Anschluss für die fleißigen Teilnehmer nur noch einen gestutzten gemütlichen Teil mit kühlen Flaschengetränken und Eis am Stiel. Die traditionelle Einladung zum gemeinsamen Grillen wurde kurzerhand direkt für das nächste Jahr ausgesprochen und auf den 11. R(h)einemachtag verschoben – wenn es wieder heißt: Uedesheim macht sauber.


Neuerscheinung: „Wenn das Eis taut“

Ein spannungsreicher Familienroman erinnert an das Fährunglück von 1947

(rhk) Als am 7. März 1947 der Rhein vor Uedesheim 14 Menschen in den Tod riss, hielten sich   Bestürzung und öffentliche Reaktionen in überschaubaren Grenzen. Keine zwei Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs waren überall Not und Grauen noch derart omnipräsent, dass selbst dieses tödliche Fährunglück nur eine Katastrophe unter vielen war. Erst Tage danach berichtete z.B. die Rheinische Post über das dramatische Geschehen, das auch auf menschliches Versagen zurückzuführen war. Hatte man vergessen die Bullaugen zu schließen, als die Fähre trotz reißender Strömung übersetzte. War sie zu schwer beladen?

Mehr als 70 Jahre danach werden diese Ereignisse wieder präsent, weil Dr. Klaus Rodewig, ein Nachfahre des damaligen Fährmanns, einen spannenden Roman darüber geschrieben hat.  Unter dem Titel  „Wenn das Eis taut“ thematisiert er nicht nur den Unglücksfall und seine Folgen. Als Psychoanalytiker hat Rodewig die Tragödie eingebettet in die eigene Familiengeschichte, um sie so besser erklären und erzählen zu können. Dazu der Autor: „Das geschieht natürlich in romanhafter Form. Nicht alles ist genauso passiert, aber die historischen Fakten sind Dokumenten entnommen, die im Familienbesitz sind oder in öffentlichen Archiven aufbewahrt werden.“ Die Geschichte der Eltern präge die unsere, meint Rodewig. So steht im Mittelpunkt seines Romans das Ringen um Anerkennung, um das Dazugehören, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Fährunglück von 1947 ist auch eine Folge bestimmter familiärer Entwicklungen. Die Liebe einer Frau, die bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, zu einem Fährmann bringt dessen Familie in Bedrängnis und führt dazu, dass der junge unerfahrene Bruder seinen Platz auf der Fähre einnehmen muss. „Im gewissen Sinn eine Begebenheit des Scheiterns, dazu noch eine besonders tragische und folgenschwere,“ resümiert Rodewig und erinnert sich an lange geführte familieninterne Verdrängungsprozesse. „Müssen wir denn immer in alten Wunden rühren? Es war doch schlimm genug!“, so wurde oft gesagt. Das Scheitern und wieder Aufstehen über Generationen hinweg durchzieht diesen Roman wie ein roter Faden. Dabei ruft er die besonders harten Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit in Erinnerung.  

Das Gedächtnis an diesen Schiffsuntergang wurde in Neuss und Düsseldorf immer wieder durch Jahrbuchbeiträge und Zeitungsartikel (u.a. NGZ vom 6.3.2017) wachgehalten. Im südlichsten Neusser Stadtteil Üdesheim erinnert seit einigen Jahren eine Bronzetafel an das Fährunglück. Sie wurde vom örtlichen Heimatverein „Schönes Üdesheim“ an der Zufahrt zur noch intakten Fährrampe (gleich neben der Rheinterrasse) aufgestellt.

Das Buch: „Wenn das Eis taut“, von Dr. med. Klaus Rodewig, 195 Seiten, projektverlag Bochum/Freiburg, ISBN: 978-3-89733-514-1, Preis: 14,80 Euro


Mitgliederversammlung zur Satzungsänderung

Da sowohl das Finanzamt als auch das Amtsgericht nicht mit allen geplanten Änderungen der Satzung einverstanden waren, haben wir sie nochmals überarbeitet. Wir wollen sie am Dienstag, dem 18 August 2020 ab 19 Uhr zur Abstimmung bringen. Der alte und der neue Text werden allen Mitglieder/innen rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Wegen der Wichtigkeit der Satzungsänderungen ist eine große Anzahl von Teilnehmern wünschenswert!

Coronabedingt werden wir uns im große Saal der Rheinterrasse mit dem nötigen Abstand untereinander treffen.


10. R(h)einemachtag am 27. Juli 2020

Am Samstag, den 27. Juni 2020
von 10:00 Uhr bis ca. 12:30 Uhr

laden wir auch in diesem Jahr alle Bürger/innen,
Vereine und Freunde von Uedesheim ein
– gemeinsam mit uns – unseren liebenswerten
Ort von Schmutz und Unrat zu befreien.

Wann: Am 27. Juni 2020; von 10:00 Uhr – 12:30 Uhr
Wo: Zentraler Beginn / Einweisung beim Brunnen v. EDEKA
Wer: Jeder ist eingeladen uns tatkräftig zu unterstützen, auch
Kurzentschlossene sind jederzeit willkommen
Was: Jeder Unrat wird eingesammelt; nichts soll liegen bleiben
Womit: Ausgabe Reinigungsmaterial erfolgt beim Startpunkt


Ein Rö­mer­vier­tel für Ue­des­heim

Ar­chiv­fo­to: Woi.
Der Nach­bau ei­nes rö­mi­schen Wach­tur­mes auf dem Reck­berg hält die Er­in­ne­rung an die Rö­mer­zeit und rö­mi­sche Fun­de in Ue­des­heim wach. Die­ser Idee folgt auch der Vor­schlag für vier neue Stra­ßen­na­men.

Hei­mat­ver­ein stimmt Stra­ßen­na­men für das Neu­bau­vier­tel „Im Kreuz­feld“ zu.

von Rotger Kindermann und Christoph Kleinau

UE­DES­HEIM | (rhk/-nau) Die Wie­der­be­le­bung des rö­mi­schen Kul­tur­er­bes steht seit ge­rau­mer Zeit im Fo­kus der Stadt, der Po­li­tik und zahl­rei­cher Ver­ei­ne. Pas­send zum ak­tu­el­len  Er­hal­tungs- und Ver­mitt­lungs­kon­zept für den „Nie­der­ger­ma­ni­schen Li­mes“, das den Be­zirks­aus­schuss Ue­des­heim am Diens­tag, 9. Ju­ni, be­schäf­tigt, soll  das ge­plan­te Bau­ge­biet „Im Kreuz­feld“ mit Stra­ßen­na­men be­schil­dert wer­den, die ei­nen Be­zug zur rö­mi­schen Ge­schich­te auf­wei­sen. Auch das ist The­ma der Sit­zung, die im Ro­ma­ne­um statt­fin­det.

Ei­ne „Agrip­pa­stra­ße“, ei­ne „Am­mia­nus­stra­ße“, ei­ne „Li­mes­stra­ße“  und ei­ne „Ri­pa­stra­ße“ sol­len das neue Bau­ge­biet er­schlie­ßen,  das auch noch ei­nen „Platz am Schüt­zen­haus“ be­kom­men soll und – in Ver­län­ge­rung der be­ste­hen­den Stra­ße – ei­ne Him­mel­geis­ter Stra­ße.

Nach­drück­lich hat be­reits der „Hei­mat­ver­ein Schö­nes Ue­des­heim“ die­se Vor­schlä­ge be­grüßt und sie „als aus­ge­spro­chen ge­lun­gen be­zeich­net“. Schon im Vor­feld hat­te er den Wunsch ge­äu­ßert, die Stra­ßen im neu­en Quar­tier nach ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten und his­to­ri­schen Land­mar­ken zu be­zeich­nen. Auch der Be­zirks­aus­schuss-Vor­sit­zen­de Ste­fan Crefeld (CDU), ein lang­jäh­ri­ges Ver­eins­mit­glied, be­für­wor­tet den Ver­wal­tungs­vor­schlag, der ab­schlie­ßend am 18. Ju­ni im Kul­tur­aus­schuss be­han­delt wer­den soll.

Crefeld nennt die Vor­schlä­ge „sehr pas­send, weil sie der räum­li­chen Nä­he zu den ar­chäo­lo­gi­schen Fun­den aus der Rö­mer­zeit Aus­druck ver­lei­hen“. Ue­des­heim be­kom­me so ein klei­nes „Rö­mer­vier­tel“, wo­mit auch Kon­tro­ver­sen über Stra­ßen­be­nen­nun­gen et­wa nach Po­li­ti­kern ver­mie­den wür­den, sagt er.

Die Agrip­pa­stra­ße wür­de an den Feld­her­ren Mar­cus Vip­sa­ni­us Agrip­pa er­in­nern, der un­ter an­de­rem die rö­mi­sche Heer­stra­ßen von Ly­on an den Rhein an­leg­te. Die Am­mia­nus­stra­ße wür­de dem spät­an­ti­ken His­to­ri­ker Am­mia­nus Mar­cel­li­nus ein klei­nes Denk­mal set­zen, der in sei­nem Werk Res Ge­stae das an­ti­ke No­ve­si­um nennt und den Li­mes be­han­delt. An die­se Grenz­si­che­rung  er­in­nert der­zeit der Nach­bau ei­nes rö­mi­schen Wach­tur­mes auf dem Reck­berg – und dem­nächst die Li­mes­stra­ße. Ri­pa ist schlicht das la­tei­ni­sche Wort für  Fluss­ufer.

Dass rö­mi­sche Na­men  hoch im Kurs ste­hen, er­lebt auch der Aus­schuss für An­re­gun­gen. Ihm liegt am Don­ners­tag der An­trag vor, ei­ne Stra­ße nach Am­mia­nus Mar­cel­li­nus zu be­nen­nen. Ein Wunsch, der wohl um­ge­hend in Er­fül­lung ge­hen wird.


Pflanzaktion im „Bürgerwäldchen“

Am Montag, dem 20. April 2020 hat der Vorstand zwei Bäume im sogenannten Bürgerwäldchen am Wahlscheider Weg gepflanzt. Trotz der Coronakrise wollen wir weiterhin für die Uedesheimer präsent bleiben! Die Bäume wurden vom Vorstandsmitglied Dominik Rottmann gestiftet.

Rotger Kindermann und Dominik Rottmann nach getaner Tat

Mitgliederversammlung am 3.2.2020

Neuer Name – vertrautes Wort

Im 30. Jahr seines Bestehens hat der Verschönerungsverein Uedesheim eine Namensänderung vollzogen. „Schönes Uedesheim-Heimatverein e.V.“ lautet der neue Name nach Beschluss der Mitgliederversammlung am 3. Februar. Die bisherige Bezeichnung schien den Mitgliedern „ein wenig aus der Zeit gefallen“ und „Heimat“ sei ein vertrautes Wort, „es gehört zu den schönsten Wörtern der deutschen Sprache“, wie der Vereinsvorsitzende Rotger Kindermann betonte. Zugleich wurde die Satzung an einigen Stellen aktualisiert und angepasst.

Ein Ziel des Vereins ist es, die regionale Geschichte lebendig werden zu lassen, und das geschah mit einem Vortrag von Dr. Stephen Schroeder, Leiter des in Zons ansässigen Kreisarchivs. Er sprach über die Elektrifizierung des Kreises Neuss zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts und wie sie den Alltag der Menschen tiefgreifend veränderte. „Elektrizität war die Schlüsselenergie zu Beginn des industriellen Zeitalters“, unterstrich Dr. Schroeder und stieß mit dem Thema auf ein breites Interesse unter den Teilnehmern. Höhepunkt der Vereinsaktivitäten in diesem Jahr ist ein Sommerfest, auf dem mit allen Uedesheimern das 30-jährige Jubiläum gefeiert werden soll. (rhk)


Weihnachtsbaum

Leider musste der schöne Weihnachtsbaum kurz nach dem Aufstellen wieder weggenommen werden, da er im Sturm umgeknickt war. Wir versuchen es jedoch Weihnachten 2020 mit einem geeigneteren Baum erneut!

Wie in früheren Jahren wollen wir in der Adventszeit die Bäume vor dem Dorfbrunnen illuminieren. Neu ist aber, dass wir dieses Jahr erstmalig einen Weihnachtsbaum aufstellen wollen. Er ist bereits aufgestellt und von Schülern der St. Martinus-Grundschule geschmückt worden.

Mit viel Spaß haben die Schüler den Baum geschmückt!

Die Beleuchtung wurde am Samstag, dem 30.11. um 18:00 Uhr feierlich eingeschaltet. Wie letztes Jahr hat der Verschönerungsverein alle Bürger*innen von Uedesheim anschließend zu einem zwanglosen Gespräch mit Glühwein-Umtrunk eingeladen. Etwa 40 sind der Einladung gefolgt. Alle bezeichneten den Abend als gelungen.


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Die Neusser Süderweiterung 1929

Am 1. August 1929 trat das Gesetz über die kommunale Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes in Kraft, beschlossen vom Freistaat Preußen. Damit erhielt die Stadt Neuss im Süden neben Uedesheim auch Grimlinghausen, Norf und Weckhoven – sowie Teile von Grefrath, Büttgen, Heerdt und Holzheim. Grundlage waren Beschlüsse des Landkreises Neuss vom 18.2.1929, der Stadtverordnetenversammlung vom 11.3.1929 und Beschlüsse des Uedesheimer Gemeinderates vom 11.3.1923, sowie vom 4. und 2.5.1929. Der förmliche Eingemeindungsvertrag wurde am 15.5.1929 unterzeichnet. Er sieht die Einrichtung einer Kommission zur Beratung Uedesheim betreffender Fragen vor, die u.a. aus sechs Uedesheimer Bürgervertetern bestand. Dieses Partizipationsorgan gilt als Vorläufer des heutigen Bezirksausschusses.

Somit wurde Uedesheim ein Teil von Neuss, ohne seine Eigenständigkeit vollständig aufgeben zu müssen. Den Abschluss des Eingemeindungsvertrags, der uns im Wortlaut vorliegt, feierte der Verschönerungsverein am 14. August 2019 in der Jugendherberge mit 37 Teilnehmern, u.a. dem Bürgermeister der Stadt Neuss, Herrn Breuer, dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses, Herrn Crefeld, sowie vielen Funktionsträgern aus Neuss und Uedesheim. Der Bürgermeister hielt eine Rede, in der er den Hergang sowie die Notwendigkeit der dameligen Eingemeindung erläuterte. So musste sich Uedesheim mehrfach gegen die drohende Eingemeindung nach Düsseldorf wehren.

Gleichzeitig nahm der Verein die Feier zum Anlass, den seit der Gründung im Amt gewesenen 2. Vorsitzenden, Herrn Prof. Heinz Mehlhorn, für seine Arbeit zu danken und ihm die erste Ehrenmitgliedschaft anzutragen.

Der amtierende Vorstand gratuliert Herrn Prof. Mehlhorn zur Ehrenmitgliedschaft

Die Feier klang mit einem gemütlichen Beisammensein mit Getränken und Fingerfood aus. Die NGZ hat ausführlich über dieses Ereignis berichtet. Den Artikel können Sie hier nachlesen.


Geschichtsstunde über Uedesheim

(rhk) Wenn das Forum Archiv und Geschichte und der Verschönerungsverein gemeinsam zur Geschichtsstunde über Uedesheim einladen, ist der Saal der Rheinterrasse am 11. Juli 2019 bis auf den letzten Stuhl besetzt. Dr. Jens Metzdorf, Direktor des Neusser Stadtarchivs, fesselte die über 60 Teilnehmer mit einem historischen Überblick – beginnend mit der ersten urkundlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert bis zur Eingemeindung Uedesheims nach Neuss im Jahr 1929. Claudia Chehab, ebenfalls vom Stadtarchiv, berichtete über ihre Forschungsergebnisse zum Thema Straßennamen. Dabei erfuhren die Zuhörer, wie mühsam es war in den 70er Jahren eine neue Straße nach dem Pfarrer Johann Bugenhagen zu benennen. Schließlich verfügt dieser Neusser Stadtteil mit Prof. Dr. Jürgen Brautmeier über ein „ortseigenen Historiker“, der an dem Abend über die Geschichte der Uedesheimer Matthiasbruderschaft informierte. Hier wurde deutlich, wie es gelingen kann, die christliche Tradition einer Pilgerbruderschaft zu erhalten und zu pflegen. Diese Vortragsabende in der Reihe „Stadtgeschichten“ werden vom Forum Archiv und Geschichte auch in anderen Neusser Stadtteilen durchgeführt. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Rotger Kindermann lud schließlich schon zum nächsten historischen Termin ein:

Am 14. August 2019 um 17:00 Uhr findet zum 90. Eingemeindungs-Jahrestag in der Jugendherberge ein kleiner Festakt mit Bürgermeister Reiner Breuer statt.


R(h)einemachtag 2019

Im Jahr 2019 fand am 11. Mai der 9. große R(h)einemachtag statt. Trotz des anfangs schlechten Wetters fanden sich knapp 40 Uedesheimerinnen und Uedesheimer bereit, ihren Ort vom Unrat zu befreien. Und das, obwohl am Vortage die Schüler und Schülerinnen der St. Martinus-Grundschule bereits fleißig gesammelt hatten!

Nach dem Erfolg im letzten Jahr, war der 9. R(h)einemachtag wieder auf zwei Tage aufgeteilt und erreichte mit 220 Helfern einen neuen Teilnehmerrekord. Erstmalig war auch die DLRG dabei.

Den Startschuss für die traditionelle Aktion des Verschönerungsvereins in Uedesheim setzte bereits am Freitag die St.-Martinus-Schule. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und großen Mülltüten (von der AWL gestellt) säuberten die Schüler und Lehrer motiviert viele Ecken im Ort. Dabei staunten die fleißigen Helfer nicht schlecht über ihre Fundstücke. Besonders in Erinnerung blieb den Kindern ein alter Teppich und ein halber Tisch. Kopfschüttelnd wurde abschließend der gefundene Müll mitten im Schulhof gestapelt und die Umweltaktion besprochen. Am meisten ärgerten sich die Kinder über die unzähligen Zigarettenkippen. Als Organisator des R(h)einemachtages nutzte der Stadtverordnete Stefan Crefeld den Zeitpunkt, um zusätzlich auf die gesundheitlichen Risiken hinzuweisen. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Beteiligten und lobte ausdrücklich die Schulleitung um Nadine Schweppe und Kerstin Manteufel für die tolle Unterstützung. Frei nach dem Motto „fridays for future“ hat die Grundschule an diesem Tag auch einen handfesten Beitrag mit Signalwirkung für ein stärkeres Umweltbewusstsein beigesteuert. Zum Abschluss gab es leckeres Eis – und jedem Kind war klar, wohin die Verpackung vorbildlich zu entsorgen war.

Auch am Folgetag konnten Crefeld und der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Rotger Kindermann trotz unbeständigem Wetters wieder zahlreiche freiwillige Helfer gemeinsam begrüßen. Angeführt von Frank Reuter und Lutz Seebert war auch erstmalig eine Gruppe der Neusser DLRG tatkräftig mit dabei, die in Uedesheim auch eine Wache direkt am Rhein betreiben. Im Schwerpunkt des zweiten Tages standen neben den öffentlichen Grünanlagen und dem Rheinufer insbesondere auch die Bereiche, die dem Organisator zuvor von Bürgern mitgeteilt wurden. „Wir sind jedem Hinweis nachgegangen und alle angezeigten Stellen wurden gesäubert“ bestätigte der Ratsherr. Bis zum Mittag wurden so erneut viele große Säcke mit achtlos weggeworfenem Müll prall gefüllt. Leider mussten neben dem klassischen „Wegwerfmüll“ auch wieder Sperrgut und Autoreifen aufgesammelt werden.

Im Anschluss an die Sammelaktion trafen sich alle Aktiven vor dem EDEKA-Markt, wo Herr Bilgin in bewährter Weise einen Grill aufgebaut hatte, von dem sich die Teilnehmer laben konnten. Getränke waren ebenfalls genügend bereit gestellt.

Zum Schluss war der Traktor-Anhänger von Wilhelm Arends voll und der Ort sauberer. In gemütlicher Runde gab es dann für die fleißigen Teilnehmer Würstchen, Steaks und kühle Getränke.

„Die gemeinsame Aktion hat auch wieder Spaß gemacht“ betonte Stefan Crefeld und freute sich, dass die Schule, die DLRG und viele weitere Unterstützer auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen, wenn die Uedesheimer bereits zum zehnten Mal in Folge zum beliebten R(h)einemachtag einladen.

Eine kleines Jubiläum mit einer klaren Botschaft: Uedesheim soll sauber bleiben. Wir freuen uns bereits auf den 10. Jubiläums-R(h)einemachtag im Jahre 2020!


aus grau wird bunt

Uedesheim verschönert seine Stromkästen

Auf Initiative von dem Stadtverordneten Stefan Crefeld wurden in den letzten Wochen durch 14 ausgeloste Schülerinnen und Schüler der St. Martinus Schule die ersten drei verschmutzten und beschmierten Stromkästen in Uedesheim künstlerisch verschönert.

Julia Bünzel (Lehrerin der 2a) hatte sich dieses Projektes angenommen und schnell einen passenden Titel gefunden: Aus GRAU wird BUNT. Der Start war am 15. Februar und wurde jetzt erfolgreich beendet. Von Anfang an begleitet wurde die Umsetzung auch von den Stadtwerken Neuss (SWN) und besonders vom Verschönerungsverein Uedesheim. Die Idee und die Umsetzung stießen hier auf so großen Zuspruch, dass der Verein um den Vorsitzenden Rotger Kindermann, sogar drei tolle Preise auslobte und nun an die kleinen Künstler verleihen konnte.

Bewertet wurden die Kästen zuvor durch eine neutrale Fachjury, die – obwohl sich alle Kinder motiviert in die künstlerische Arbeit eingebracht hatten – letztlich folgende sehr enge Entscheidung getroffen hat:

  1. Platz: Trafogehäuse an der Ecke Rheinfährstraße / Deichstraße (Endstation Bus)
  2. Platz: Stromkasten an der Himmelgeister Straße / Pfarrer-Schmedding-Straße
  3. Platz: Stromkasten an der Rheinfährstraße / Stüttgener Straße

In der Anwesenheit von Stefan Crefeld, Jürgen Scheer und Wolfgang Lenhard (beide SWN) wurden die Preise durch Paul-Heinz Kramp und Uwe Ritterstaedt (beide Verschönerungsverein) übergeben. Dabei betonte Kramp ausdrücklich die Leistung der Kinder und der Projektleiterin. Crefeld bedankte sich ebenso bei allen Beteiligten und stellte in Aussicht, dass noch weitere Stromkästen folgen könnten, wenn die kleinen Kunstwerke tatsächlich gut bei den Menschen in Uedesheim ankommen sollten. Die ersten Rückmeldungen waren sehr positiv.


 Vortrag über die Matthias-Bruderschaft

Das Vorstandsmitglied des Vereins „Forum Archiv und Geschichte Neuss e.V.“, Herr Prof. Dr. Jürgen Brautmeier, wird am

Donnerstag, dem 11. Juli 2019 ab 19:00 in der Rheinterrasse

einen Vortrag halten zu dem Thema:

„Die Geschichte der Matthias-Bruderschaft in Uedesheim“.

Alle Mitglieder und natürlich auch Gäste sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Für Getränke wird eine Spende erwartet.


Mitgliederversammlung am 22.01.2019

Uedesheim soll auch in Zukunft ein Ortsteil sein, den man lieben muss. Dazu will der Verschönerungsverein praktische Beiträge leisten, wie der wieder gewählte Vorsitzende Rotger Kindermann auf der Mitgliederversammlung am 22. Januar versicherte. Das nächste Projekt, an dem der Verein sich beteiligt, ist die Bemalung der örtlichen Stromkästen durch Schüler der St. Martinusschule. Der Verschönerungsverein wird die Aktion prämieren, 1. Preis sind Tickets für einen Besuch des Neusser Kletterparks, bzw. der Skihalle.

Auch 2019 will man mit Vortragsveranstaltungen „die charakteristische Dorfhistorie lebendig halten“ und durch eigene Ideen (u.a. im Bereich Verkehr und Bebauung) Impulse an den Bezirksausschuss weiterleiten. Als neue Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Dominik Rottmann (stv. Vorsitzender) und Paul-Heinz Kramp (Schriftführer), Uwe Ritterstaedt wurde als Schatzmeister wiedergewählt. Kindermann dankte dem langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Heinz Mehlhorn, der für dieses Amt nicht mehr kandidierte, für „sein großartiges Engagement im Verschönerungsverein“. Er und Karl-Rüdiger Himmes seien stets die treibenden Kräfte im Vereinsleben seit 1990 gewesen. (rhk)


Weihnachtsbeleuchtung 2018

 von Uwe Ritterstaedt

Es werde Licht in Uedesheim!

Über dem Uedesheimer Dorfbrunnen erstrahlt in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsbeleuchtung. Der Verschönerungsverein Uedesheim (VvUe) hat neue Weihnachtssterne gestiftet, nachdem die alte Lichterkette im vergangenen Jahr defekt war und der Ahornbaum über dem Brunnen dunkel blieb. Die neuen Lichter wurden  am Freitag,den 30. Novembermit einem Glas Glühwein für alle Uedesheimer eingeschaltet. Die neue Installation erfolgte mit freundlicher Unterstützung der Fa. Deutsche Lichttechnik, des Hebebühnenverleihs Gerken und von EDEKA-Bilgin (Stromversorgung)Somit erhält die Uedesheimer  Dorfmitte wieder das wohlvertraute Bild zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Anlässlich des erstmaligen Einschaltens hielt der Vorsitzende, Herr Rotger Kindermann, eine kurze Rede. Wie schön die neuen Weihnachtssterne strahlen, zeigen die beiden Bilder.


Verschönerungsverein Uedesheim besucht Epanchoir

 von Uwe Ritterstaedt

Klaus Karl Kaster rief und über 30 Uedesheimer und andere Interessierte aus Neuss kamen. Der Verschönerungsverein Uedesheim (VV-Ue) war zur Besichtigung des Epanchoir eingeladen, die einmalige Wasserkreuzung am Nordkanal, die Napoleons Ingenieure vor über 200 Jahren konstruierten und erbauen ließen. Lebendig und kurzweilig schilderte Kaster, der 2. Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des historischen Nordkanals, die Entstehung des Bauwerks. Das Epanchoir regulierte den Wasserfluss zwischen Obererft und Kanal, was sowohl für die Schiffe als auch für die Mühlen im Bereich des Obertors notwendig war. Auf dem Kanal ist jedoch nie ein Schiff gefahren, denn der Bau blieb unvollendet. Schon damals gab es gewaltige Fehlinvestitionen. Nachdem das Epanchoir nahezu vergessen war, wurde es in einer dreijährigen Bauzeit bis 2017 wieder freigelegt, rekonstruiert und um einen Info-Pavillon ergänzt. Dies war ein Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins, der Stadtverwaltung und vieler Unterstützer aus Neuss und es wurde vor allem von Klaus Karl Kaster vehement vorangetrieben.

Der Vorsitzende des VV-Ue Rotger Kindermann dankte ihm für sein Engagement und für die interessante Lehrstunde über ein einzigartiges Baudenkmal. Vom Neusser Grand Canal du Nord lenkte er den Blick nach Frankreich, wo es ein über 6000 Kilometer langes Kanalnetz gibt, das man auch (ohne Bootsführerschein) als Freizeitkapitän befahren kann. „Es gibt kaum eine romantischere Art, Urlaub zu machen“, meinte Kindermann. So lieferten die Franzosen als die einst größten Kanalbauer Europas genügend Gesprächsstoff für den anschließenden „Kaffeeklatsch“, zu dem sich die Teilnehmer im Café des Alexius-Krankenhauses trafen.


Dr. Pause‘s tiefer Blick in die Römerwelt

 von Uwe Ritterstaedt

(rhk) Wie könnten die Römer im Süden von Neuss gelebt haben? Aller Wahrscheinlichkeit nach war die Grenzregion am Limes mit Bauernhöfen besiedelt, ein- bis zweistöckige Bauten, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt lagen. So schilderte Dr. Carl Pause, Kurator für Archäologie und Stadtgeschichte am Clemens-Sels-Museum, die Gegebenheiten im zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus in seinem Vortrag beim Uedesheimer Verschönerungsverein (11. Juli 2018). Dabei sprechen die Archäologen hier vom sog. „nassen Limes“, bei dem der Flusslauf des Rheins die Grenze des Römischen Reiches bildete, kontrolliert durch aneinander gereihte Wachtürme, die in Ufernähe errichtet wurden. (Ein Nachbau ist an der Straße zwischen Uedesheim und Grimlinghausen zu besichtigen.) Im Gegensatz dazu beginnt in der Nähe von Koblenz der „trockene“ oder obergermanische Limes, eine Grenzbefestigung aus Wällen und Palisaden, die sich quer durch das hessische Bergland und Bayern zieht. Sie besitzt bereits seit 2005 den Status als UNESCO-Weltkulturerbe.

Nachdrücklich warb Dr. Pause dafür, dass auch der Limes am Niederrhein als Weltkulturerbe anerkannt werden sollte und verwies auf entsprechende Anträge der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Eine Idee, die auch der Bezirksausschuss Uedesheim bereits im Juni 2017 begrüßte und praktische Vorschläge dazu formulierte. In seinem Vortrag in der Uedesheimer Jugendherberge gelang es Dr. Pause die Zuhörer in die Römerzeit mitzunehmen, und ihnen die Einflüsse der klimatischen Bedingungen, der damaligen Vegetation und der erheblich höheren Wasserstände des Rheins zu erklären. Man konnte in die antike Lebenswelt eintauchen, die auch jenseits von Militärlagern und Kastellen noch zahlreiche Forschungsergebnisse erwarten lässt. Die lebhafte Diskussion nach dem Vortrag machte deutlich, wie sehr sich die Neusser mit den römischen Wurzeln ihrer Stadt befassen und identifizieren.


8. R(h)einemachtag

 von Uwe Ritterstaedt

Verschönerungsverein lädt zur Müll-Sammelaktion

Die Greifzange in der rechten, den blauen Müllsack in der linken Hand – so zogen über 40 Uedesheimer am Samstagmorgen (21.4.) los, um ihren Stadteil sauberer zu machen. Der Verschönerungsverein hatte zusammen mit dem Stadtverordneten Stefan Crefeld dazu aufgerufen – bereits zum 8. Mal und mit  noch mehr Zuspruch. So wird der „R(h)einemachtag allmählich zur Tradition, die beispielgebend auch für andere Neusser Stadtteile ist. Der Vereinsvorsitzende Rotger Kindermann dankte den Teilnehmern an der Umweltaktion, „die auch den Zusammenhalt unter uns Bürgern fördert“, wie er betonte. Nach der gut zweistündigen Sammel-Operation musste niemand hungrig nach Hause gehen, EDEKA-Marktleiter Herr Levent Bilgin versorgte die Anti-Müll-Schar mit kühlem Bier und knackigen Bratwürsten.

Schon am Tag zuvor waren erstmals auch die Schüler der St. Marien-Schule ausgeschwärmt, um vor allem Spielplätze und Zuwege von Papierresten, Plastikbechern und leeren Flaschen zu reinigen. Lehrer und Eltern machten dabei eifrig mit. Zum Abschluss gab es eine leckere Eis-Belohnung, deren Verpackung von allen vorbildlich entsorgt wurde. RK


Vorgezogene Mitgliederversammlung

 von Uwe Ritterstaedt

Der verbliebene Vorstand hatte zu einer vorgezogenen Mitgliederversammlung am Samstag, den 11. November um 11:00 Uhr in das Kaminzimmer der Jugendherberge eingeladen, um einen neuen ersten Vorsitzenden wählen zu können. Der einzige Kandidat, Herr Rotger Kindermann, wurde in Abwesenheit einstimmig gewählt. Er hatte vorher seine Kandidatur schriftlich erklärt. Er hat die Wahl angenommen.

Zu Beginn wurde des verstorbenen Vorsitzenden, Herrn Karl Rüdiger Himmes, gedacht.

Anschließend wurden einige Projekte diskutiert. Uwe Ritterstaedt legte ein Papier der Stadtverwaltung vor, in welchem die Weiterführung des Versuchs, Behälter für Hundekotbeutel aufzustellen und zu betreiben, sehr negativ beurteilt und daher abgelehnt wird. Heinz Mehlhorn sah es als eine Pflicht der Gemeinde an, aus dem Aufkommen der Hundesteuer für hygienische Verhältnisse auf Straßen und Plätzen, und besonders dort, wo Kinder spielen, zu sorgen. Es wurde daher beschlossen, dieses Thema auf der Bürgerversammlung am 25.11. zur Sprache zu bringen. Wenn es von der Verwaltung keine befriedigende Antwort gibt, dann will der Verein auf der nächsten Mitgliederversammlung neu beschließen.

Ferner wurden Möglichkeiten der finanziellen Besserstellung des Vereins besprochen.

Als Weihnachtsbeleuchtung sollenzwei repräsentative Sterne angeschafft werden.

Der im November geplant Vortrag des stellvertretenden Leiters des Clemens-Sels-Museums über die Römer in Uedesheim wird auf den 5. Juni 2018 vertagt.


Nachruf

 von Uwe Ritterstaedt

Mit Bestürzung und Trauer geben wir das Ableben von unserem langjährigen Vorsitzenden

Karl Rüdiger Himmes

bekannt. Er war der Gründer des Verschönerungsvereins und sein bisher einziger Vorsitzender. Zusätzlich zu einem vielfältigen Engagement für die Allgemeinheit hat er sich mit voller Kraft der Entwicklung und der historischen Aufarbeitung unseres Ortes Uedesheim gewidmet. Seine Kreativität und seine Dynamik haben viele Projekte in Uedesheim in Bewegung gebracht. In diesem Zusammenhang müssen auch seine zwei Bücher über Uedesheimer Themen erwähnt werden.

Noch am 28. September haben wir ihn munter und geistreich, wie immer, an dem von ihm initiierten Vortrag auf dem Altwahlscheider Hof erleben dürfen. Hier wurde dieses letzte Foto geschossen.

Karl-Rüdiger Himmes, das letzte Mal als Vorstand des VVUe

Wir verlieren einen verlässlichen persönlichen Freund und Heimatfreund, einen Kämpfer für Harmonie und Ausgleich und einen Quell vieler Ideen, unser Uedesheim noch liebens- und lebenswerter zu gestalten. Wir werden sein Andenken in Ehren behalten!


Gut Altwahlscheid – Urzelle von Uedesheim

 von Uwe Ritterstaedt

Zu einem Vortrag über dieses Thema hatte der Verschönerungsverein am 28.09.2017 auf das Gut Altwahlscheid eingeladen. Der Vortrag wurde von der stellvertretenden Leiterin des Stadtarchivs Neuss, Frau Claudia Chehab, gehalten. Wegen des großen Interesses an diesem Vortrag stellen wir den Text mit Erlaubnis der Autorin auf der folgenden Website zum Nachlesen zur Verfügung:

Hier können Sie den Vortrag nachlesen.


Mitgliederversammlung 2017

 von Uwe Ritterstaedt

Am Samstag, dem 11. Februar 2017 ab 11:00 Uhr fand die letzte Mitgliederversammlung in der Jugendherberge statt.

Es wurde festgestellt, dass die Erstellung und der Vertrieb des neuen Buches über die Uedesheimer Landwirtschaft ein voller Erfolg ist. Aus diesem Grunde ist die Kassenlage zufriedenstellend und erlaubt neue Aktivitäten, wie z.B. die Aufstellung von Hundekotbeutelspendern und eine Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung.

Der alte Vorstand wurde in derselben Besetzung für zwei weitere Jahre wiedergewählt.

Herr Crefeld macht auf den diesjährigen R(h)einemachtag aufmerksam, der am

Samstag, dem 01. April ab 09:30 Uhr

stattfinden wird. Schon jetzt wird um eine rege Teilnahme gebeten. Eine separate Einladung mit Aushängen folgt.


Neues Buch erscheint!

 von Uwe Ritterstaedt

E i n l a d u n g, auch an Nichtmitglieder!

für Mittwoch, den 14. Dezember 2016 , 18. 00  Uhr  in die Jugendherberge Uedesheim

Vorstellung des Buches

LANDWIRTSCHAFT IN NEUSS UEDESHEIM  – GESTERN UND HEUTE

durch die Autoren  Karl Rüdiger Himmes und Hubert Nix.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen eines geselligen Zusammenseins statt, bei dem Getränke und ein Imbiss gereicht werden. Das der Öffentlichkeit vorzustellende Buch kann bei dieser Veranstaltung zum Vorzugspreis erworben werden und ist für den einen oder anderen eine nettes Weihnachtsgeschenk.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen !

Karl Rüdiger Himmes, Vorsitzender              Hubert Nix, Vereinsmitglied

Zu diesem Buch :

Dass es um die Landwirtschaft in Deutschland kritisch bestellt ist, erfährt die Öffentlichkeit beinahe täglich aus den Medien. In Nordrhein-Westfalen wird befürchtet, dass allein in diesem Jahr 1.800 Betriebe dicht machen, also 5 Prozent der 36.000 bestehenden Höfe. Wie sehr landwirtschaftlich  genutzte Fläche verloren geht, kann jeder rund um Neuss beobachten.

Auch an Uedesheim ist diese Entwicklung nicht spurlos vorüber gegangen. Im Jahre 1929, als Uedesheim nach Neuss eingemeindet wurde, gab es hier fast 60 Bauernhöfe. Noch 1950 dominierte die Landwirtschaft mit 45 Betrieben. Davon übrig geblieben sind  nur zwei  Vollerwerbsbauern  und zwei Höfe, die sich der Pferdehaltung widmen.

Dieser Wandel veranlasst den örtlichen Verschönerungsverein nach seiner ersten Veröffentlichung  „ Uedesheim – Ortskunde eines Neusser Stadtteils “  aus dem, Jahre 2009   noch einmal  auf die dörfliche Entwicklung  Rückschau zu halten und darüber ein Buch unter dem Titel  „Landwirtschaft in Neuss-Uedesheim – gestern und heute “ herauszubringen. Dieses Buch  wurde verfasst vom Vereinsvorsitzenden Karl Rüdiger Himmes und dem Vereinsmitglied Hubert Nix, der selbst auf einem Uedesheimer Hof, der bis 1979 existierte, aufwuchs.

 (   Rotger H. Kindermann, Journalist )


6+7. R(h)einemachtag 2016 + 2017

 von Uwe Ritterstaedt

Wie in den Vorjahren wurde auch im Jahre 2016 Uedesheim vom Schmutz befreit! Die Organisation lag in den bewährten Händen unseres Stadtverordneten für Uedesheim, Stefan Crefeld. Der Verschönerungsverein ist Mitveranstalter dieses Events. Etwa 20 Personen waren dem Aufruf gefolgt. Anschließend ab 12:00 Uhr haben wir noch vor dem EDEKA-Markt zusammengestanden und uns gut unterhalten. Außerdem gab es freie Getränke und Grillgut. Grillmeister war der Marktleiter Herr Bilgin. Natürlich ist vorgesehen, auch im nächsten Jahr wieder Uedesheim vom Dreck zu befreien. Als Termin ist der Samstag, der 1. April 2017 vorgesehen. Das Bild zeigt die Truppe, die am Schluss noch zur Feier geblieben ist.


Mitgliederversammlung am 10.03.2016

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Die letzte Mitgliederversammlung hat am Donnerstag, dem 10. März 2016 um 18:00 Uhr in der Jugendherberge stattgefunden. Das Bild von Rotger Kindermann zeigt das gemütliche Beisammensein.

Nach den Formalien wie Bericht und Kassenstand wurde über die Aktivitäten des letzten Jahres, z.B. den Stand der Arbeiten an dem neuen Buch über die Geschichte der Uedesheimer Bauernschaft von K.-R. Himmes und H. Nix, berichtet. Der Kassenstand von rund € 2400,00 wird für die Herstellung des Buches benötigt. Es wurde u.a. beschlossen, die marode Lichterkette für die Weihnachtsbeleuchtung nicht zu erneuern, da sich Probleme beim Aufhängen ergeben haben. Vielmehr soll dieses Jahr erstmalig ein ca. 4m hoher Weihnachtsbaum mit einer modernen LED-Lichterkette aufgestellt werden.  Es wurde erneut der Wunsch geäußert, den Verein in „Bürgerverein“ umzubenennen, was jedoch, wie in den Vorjahren, wegen der damit verbundenen Kosten beim Notar und Amtsgericht abgelehnt wurde.

Derzeit ist die Werbung für ein schnelles Internet in Uedesheim ausgelaufen. Jeder, der hier das Internet nutzt, ist frustriert über die lahmen Geschwindigkeiten. Wir sollen aber nur dann ein neues, superschnelles Internet über modernste Glasfaserleitungen bekommen, wenn sich mindestens 40% aller Uedesheimer Haushalte bis zum 14. März zur Teilnahme angemeldet haben. Die Kosten sind mit rund EUR 35,00 moderat. Dann können Sie sogar über das Internet fernsehen und telefonieren! Der alte Telefonanschluss und der eventuelle DSL-Anschluss werden überflüssig. Leider hatten sich am Stichtag nur 26% der Haushalte gemeldet. Ob es eine Verlängerung der Nachfragebündelung geben wird, ist am Stichtag noch unklar.

Die Telekom ließ verlautbaren, dass sie Uedesheim bis Ende 2016 mit der ebenfalls schnellen Vectoring-Technik über das alte Kupferkabel aufrüsten will. Leider verhält es sich bei dieser Technik so, dass sich die mögliche Bandbreite auf die Anzahl der gleichzeitigen Nutzer aufteilt, was in Spitzenzeiten für geringe Geschwindigkeiten sorgen kann.


5 Jahre „R(h)einemachen“ in Uedesheim mit neuem Teilnehmerrekord am 18.04.2015

 von Uwe Ritterstaedt

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Bereits zum 5. Mal unterstützten zahlreiche Freiwillige den R(h)einemachtag in Uedesheim. Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Nickel und Organisator Stefan Crefeld lobten die gestiegene Teilnehmerzahl sowie den vorbildlichen Einsatz der Helfer.

Der „Startschuss“ zum 5. R(h)einemachtag fiel wieder frühmorgens am zentral gelegenen Steinbrunnen. Ausgestattet mit Handschuhen, Zangen und Müllsäcken schwärmten rund 45 Helfer in kleineren Gruppen aus und befreiten viele Ortsecken sowie das Rheinufer tatkräftig vom Müll. Das Reinigungsmaterial wurde dabei überwiegend durch die AWL gestellt.

Ursprünglich durch die örtliche CDU ins Leben gerufen, wurde die Umweltaktion in diesem Jahr durch den Verschönerungsverein Uedesheim und den Stadtverordneten Stefan Crefeld organisiert. Die Anzahl der Aktiven stieg erneut und die breite Alterstruktur der Teilnehmer lag zwischen 10 – 73 Jahren. Neben einigen regelmäßigen Helfern waren auch viele neue Teilnehmer dabei.

Zusätzlich zu den Bürgern und den Vereinen, waren in diesem Jahr auch erstmalig zehn Auszubildende aus dem nahe liegenden Hydro-Rheinwerk dabei. In roter Werksmontur krempelte die Gruppe, gemeinsam mit dem Werksleiter Jan Peterlic und dem Ausbildungskoordinator Christoph Glasmacher, die Ärmel hoch und demonstrierte gelebte Nachbarschaft.

Im Ergebnis konnten so erneut viele große Müllsäcke gefüllt werden. Neben dam achtlos weggeworfenen Unrat wurde auch wieder Sperrgut eingesammelt„Es ist schon erstaunlich, was einige Zeitgenossen rücksichtslos in die Gegend werfen oder einfach liegenlassen“ betonte Crefeld. Ärgerlich seien auch wieder die vielen leeren Flaschen und Glasscherben am Rheinufer sowie die Reste von privaten Grillfeiern.

Zum Abschluss der Aktion wurde der gesammelte Müllberg von Wilhelm Arends mit dem Traktor abtransportiert und für die fleißigen Teilnehmer gab es zur Belohnung Würstchen, Steaks und kühle Getränke.

Für den Vorstand des Verschönerungsvereins dankte Uwe Ritterstaedt dem Organisator und den Freiwilligen. „Das erste kleine Jubiläum wurde mit einem neuen Teilnehmerrekord erfolgreich beendet. Daumen hoch!“ Voller Lob war auch der stellvertretende Bürgermeister Thomas Nickel, der im Rahmen der Abschlussbesprechung noch jedem Helfer für den vorbildlichen Einsatz persönlich dankte.

Sichtlich zufrieden war auch der Ratsherr Stefan Crefeld „Von der Aktion geht auch eine Signalwirkung aus.“ Mehrfach konnte er beobachten, wie Anwohner spontan ihre Besen auspackten und vor dem eigenen Haus fegten.

Für ihn steht bereits fest, dass es auch im nächsten Jahr eine Neuauflage der mittlerweile traditionellen Säuberungsaktion geben wird. „Der R(h)einemachtag ist für mich eine tolle Veranstaltung, da die Menschen in Uedesheim immer mehr erkennen, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, den beliebten Ort im Neusser Süden sauber zu halten“.

Stefan Crefeld


Weihnachtsbeleuchtung

 von Uwe Ritterstaedt

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Pünktlich zum ersten Advent wurde wieder die dem Verschönerungsverein gehörende Weihnachtsbe- leuchtung auf dem Platz vor dem EDEKA-Markt installiert. Wie in den Vorjahren hat unsere freiwillige Feuerwehr dankenswerterweise diese Aufgabe übernommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren stand jedoch keine Hubbühne zur Verfügung, sodass eine angemietet werden musste. Die Kosten wurden freundlicherweise von der Firma Gerken übernommen, die dafür eine Spendenbescheinigung erhält.

Vielen Dank!


Uedesheimer Verschönerungsverein zu Gast bei den Himmelgeistern

 von Uwe Ritterstaedt

Am 12.November war der Vorstand des Uedesheimer Verschönerungsvereins zu Gast in der voll besetzten Remise von Schloss Mickeln.

Die Mitglieder des Vereins Himmelgeist 1100 e.V. hörten dem Vortrag unseres Vereinsmitglieds Paul-Heinz Kramp interessiert zu, der in seinen Ausführungen auch zur Himmelgeister Geschichte beitrug. In seiner anschaulichen, humorvollen und ungezwungenen Art, unterstützt von Bildern und Dokumenten erläuterte Paul-Heinz Kramp detailgetreu die Geschichte des Fährunglücks zwischen Uedesheim und Himmelgeist vom 7.März 1947, von dem auch Himmelgeister betroffen waren.

In einem zweiten Teil verdeutlichte Kramp Sinn und Zweck der „Alten Batterie“ im Uedesheimer Rheinbogen. Sie stammt aus dem Jahre 1794, dem Beginn der französischen Besatzungszeit in Neuss. Die Kanonen waren auf das Himmelgeister Rheinufer gerichtet, ohne jedoch dort Schaden angerichtet zu haben. Im Vortrag wurde die französischen Besatzungszeit und die weitere Entwicklung der Rheinlande bis 1814 links– und rechtsrheinisch dargestellt und multiperspektivisch beleuchtet.

Beide Vortragsthemen bezogen sich auch auf die Gedenktafeln, die der Verschönerungsverein am und vor dem Uedesheimer Deichtor angebracht hat. Dem Vortrag schlossen sich eine Diskussion und ein geselliges Beisammensein an, das die Gastfreundschaft und das Einvernehmen mit den Himmelgeister Freunden unterstrich. Zum Abschluss überreichte die Vorsitzende des Vereins Himmelgeist 1100 e.V., Ulrike Michaelis, eine Aufmerksamkeit an Paul-Heinz Kramp als Geste der Anerkennung und des Dankes. Es ist beabsichtigt, die erfreuliche Zusammenarbeit auf beiden Seiten des Rheins fortzusetzen.


Enthüllung der Gedenktafel zur Alten Batterie

 von Uwe Ritterstaedt

Am 21.06.2014 wurde die Bronzeplakette am Deichtor zur Erinnerung an die alte französische Batterie enthüllt. Den Bericht finden Sie hier.


Römische Funde in Uedesheim

 von Uwe Ritterstaedt

Gemäß seiner Satzung möchte der Verschönerungsverein das geschichtliche Bewusstsein der Mitbürger wecken. Am Mittwoch, dem 03. Juli 2013 referierte daher der Stadtarchäologe Michael Kaiser vor voll besetztem Saal in der Jugendherberge Uedesheim zum Thema „Römische Funde in Uedesheim“. Der Vorsitzende Karl Rüdiger Himmes dankte dem Gastgeber, Herbergsvater Anton Krüger und konnte u.a. den Vorsitzenden des Bezirksausschusses Stefan Crefeld bei dieser Veranstaltung begrüßen. Stadtarchäologe Michael Kaiser machte die von ihm geleiteten Ausgrabungsarbeiten in einem lichtbildergestütztem Vortrag und mit konkreten Funden, z.B. Schalen, Tellern und kleinen Amphoren deutlich, die er „zum Anfassen“ mitgebacht hatte. Die sich anschließenden Fragen zeigten ein Interesse der Uedesheimer und Uedesheimerinnen insbesondere hinsichtlich der ergiebigen Gräberfelder auf dem Reckberg. Vor der Kommunalreform von 1975 gehörte der Reckberg nämlich zur Gemarkung Uedesheim, so dass der Vortragstitel voll und ganz zutraf.

Im Anschluss wurde der Vortrag bei einem gemütlichen Beisammensein mit einer Suppe und Getränken noch ausgiebig diskutiert.

Der Verein dankt Herrn Kaiser für seinen interessanten und abwechslungsreichen Vortrag.

Herr Kaiser erklärt das sog. „Coenen-Kastell“, das auf dem Reckberg ausgegraben wurde.
die mitgebrachten echten römischen Funde

Neues Baugebiet Im Kreuzfeld

 von Uwe Ritterstaedt

Uedesheim hat zur Zeit ca. 4500 Einwohner. Das ist langfristig zu wenig, um unsere Infrastruktur (z.B. EDEKA-Markt, Apotheke, Reinigung, Friseure, Gaststätten, Kioske) wirtschaftlich betreiben zu können. Es werden ca. 5000 Einwohner erforderlich, um unsere Läden halten zu können. Deshalb hat der Bezirksausschuss Uedesheim und später auch der Rat der Stadt Neuss beschlossen, das Gebiet in Verlängerung der Himmelgeister Straße bis zu den Kleingärten zu einem Neubaugebiet mit Einfasmilienhäusern zu entwickeln.

Dieses Gebiet ist jedoch insbesondere aus Gründen des Lärmschutzes nicht unproblematisch. Die Nutzung des Sportplatzes, der Tennisplätze, des Schützenhauses und natürlch auch die Kirmes dürfen durch dieses Neubaugebiet nicht beeinträchtigt werden. Hierzu hat die Stadt Neuss ein Schallschutzgutachten anfertigen lassen.

Das Planungsamt der Stadt Neuss veranstaltete zu diesen Themen eine Bürgerinformation, zu der die Verwaltung zu allen Fragen Rede und Antwort gestanden hat.  Die Bürgerinnen und Bürger von Uedesheim äußerten sich insbesondere zu den Themen

  • Grundstückszuschnitte, Art der möglichen Nutzungen,
  • verkehrliche Anbindung an der Himmelgeister Straße und die Ausfahrt auf die Koblenzer Straße (B9), sowie die Busanbindung,
  • Lärmschutz gegen den Sport- und Freizeitlärm.

Die Stadtverwaltung hat zugesagt, alle geäußerten Bedenken und Anregungen ernst zu nehmen und sorgfältig abzuarbeiten.

Am Mittwoch, dem 10. Dezember 2014 wurde eine Folgeveransteltung durchgeführt, in welcher der neueste Planungsstand besprochen werden soll.

Geplant ist, den Bebauungsplan im Jahre 2017 rechtskräftig werden zu lassen. Hierzu ist jedoch noch eine Offenlage vorgesehen, an der jederman Bedenken und Anregungen äußern kann.


Bürgerwäldchen

Schon lange existiert die Idee, in Uedesheim ein sogenanntes „Bürgerwäldchen“ einzurichten, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre „eigenen“ Bäume pflanzen lassen können. Hierfür stand das dreieckige Grundstück an der Macherscheider Straße zwischen dem Friedhof und der Fabianusstraße zur Verfügung, welches sich in städtischem Eigentum befindet und ungepflegt aussah.

Mit Hilfe des städtischen Grünflächenamtes konnte die Fläche gereinigt und neu mit Gras eingesät werden. Einige Bäume, gespendet von Uedesheimerinnen und Uedesheimern beleben nunmehr die Fläche. Es können aber noch weitere Bäume gepflanzt werden. Wenn weitere Spenden eingehen, so kann dies im Frühjahr 2014 erfolgen.

Parkbank

20-Jahr-Feier

Der Verein ist zwanzig Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass veranstaltete der Verein eine Feier, am Donnerstag, dem 07. Oktober 2010 ab 18:00 Uhr in der Jugendherberge Neuss-Uedesheim, Macherscheider Straße 109. Anwesend waren ca. 50 Personen aus Uedesheim, Neuss und aus Düsseldorf-Himmelgeist, das unmittelbar auf der gegenüberliegenden Rheinseite liegt.

Der Festvortrag von Dr. Max Tauch über die Geschichte von Uedesheim fand großen Anklang.

Es wurde eine Zusammenarbeit mit dem Heimatverein in Himmelgeist beschlossen, welche auch schon dazu geführt hat, dass sich ein Mitglied aus Himmelgeist bereit gefunden hat, auch in Uedesheim mitzuarbeiten. Ein Gegenbesuch hat ebenfalls schon stattgefunden.