
Der Heimatverein hat ein neues Format begonnen: In zwanglosen Gesprächsrunden sollen Persönlichkeiten aus Uedesheim sich und ihr Tun vorstellen. Großer Wert wird darauf gelegt, dass Fragen der Zuhörer beantwortet werden. Uessem persönlich soll den persönlichen Kontakt fördern, der leider durch die elektronischen Medien in den Hintergrund geraten ist.
Den Anfang machte unsere stellvertretende Landrätin Katharina Reinhold, die bekanntlich im September 2025 für das Amt der Landrätin kandidiert.
Katharina Reinhold bei „Uessem persönlich“

Politisches Gestalten schon im Elternhaus gelernt (RK) Dass Katharina Reinhold eine tief in der Wolle gefärbte Christdemokratin ist, erfuhren die Teilnehmer der ersten lokalen Talkrunde „Uessem persönlich“ (am 26.3.) in der Rheinterrasse. Politisches Gestalten prägte ihr Elternhaus, Vater Theo Kruse vertrat für die CDU den Wahlkreis Olpe 22 Jahre (bis 2017) im NRW-Landtag, war dort u.a. innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Bereits im jugendlichen Alter von 19 Jahren wurde die angehende Jura-Studentin Parteimitglied. Diesem Engagement blieb sie auch nach ihrem Umzug nach Uedesheim treu, wo Reinhild heute als Rechtsanwältin und Mediatorin eine Kanzlei betreibt. Grund für den Heimatverein Schönes Uedesheim die Erste stellv. Landrätin des Rhein-Kreises Neuss zum ausführlichen Dialog über die aktuelle Politik einzuladen. Moderiert wurde er vom Vereinsvorsitzenden und Journalisten Rotger Kindermann, der gleich zu Beginn von ihr wissen wollte, was sie antreibt, bei der Kreistagswahl im September als Nachfolgerin von Landrat Petrauschke zu kandidieren. Dabei spielt die Tatsache, dass in NRW nur 3,8 Prozent der Stadt- und Kreisverwaltungen von Frauen geleitet werden, eher eine nachrangige Rolle. Ihr gehe es um politische Inhalte, wie Reinhold betonte und präsentierte ihre Positionen zu Themen wie Strukturwandel im Rheinischen Revier, Kreishaushalt, Umbau des Rheinlandklinikums oder zur Dauerdebatte über den BAB-Anschluss Delrath. Aber auch andere brennende Themen wurden in der zweistündigen Talkrunde eingehend angesprochen: Wie lässt sich das Anwachsen der politischen Ränder aufhalten, was müssen wir vor Ort dazu beitragen? Ein Gast, der mit Kompetenz überzeugte, und ein debattierfreudiges Publikum waren gute Voraussetzungen, dass der Auftakt zur neuen Talkrunde ein Erfolg wurde und der Heimatverein eine Alternative bieten konnte zur flüchtigen digitalen Kommunikation auf Plattformen. 27.3.2025